Autor: Nanshee Spirit

  • #4 ‘ Schmerzen kommen und gehen – magischer Knochensaft, wo bist du? ’

    #4 ‘ Schmerzen kommen und gehen – magischer Knochensaft, wo bist du? ’

    Einen ganzen Monat dauert meine Regenerationsphase (wenig bis kein Training) nun schon an und die Sacrum/LWS Schmerzen sind immer noch nicht komplett abgeklungen. Eigentlich bin ich ja hauptsächlich wegen meiner Nackenprobleme und ME/CFS Diagnose im Programm und nun kommt einfach unverschämter Weise noch etwas hinzu was vorher nicht da gewesen ist.

    Zugegeben das ist aufs Erste zutiefst frustrierend. Schmerzen sind zermürbend, aber vielleicht geht es ja dadrum, dass etwas Altes in mir schlicht und ergreifend zermürbt ist wenn es sich jetzt derart bemerkbar macht. Da klingelt etwas in mir und dem gehe ich nach….

    Dazu in diesem Beitrag erstmal ein paar Worte über Knochentorsion und den magischen Knochensaft…

    Was wäre wenn unsere Knochen sehr viel wichtiger wären als dass sie nur unser Skelett sind?! Und was wenn Knochen weniger starr und viel durchlässiger wären als die Meisten annehmen?!

    Magischer Knochensaft wurde so glorreich getauft weil er direkten Einfluss auf unsere Zellen, auf unsere Kraftwerke (die Mitochondrien und unsere DNA), hat. Der ‚Originalen Therapie‘ Sage nach wird umso mehr ‚magischer‘ Knochensaft in unseren Knochen produziert umso organischer und präziser sich unser Bewegungsdruck auf die an der Bewegung beteiligten Knochen verteilt. Ein Mensch der von Geburt an lernt seine Knochen und Muskeln organisch und artgerecht an zusteuern produziert guten Saft, dieser versorgt seine Zellen gut und macht sie stark. Sein Nervensystem wird dadurch geschmeidig und resistent gehalten. Natürlich spielen frische Luft, gesundes Essen, sauberes Wasser, ein liebevolles Umfeld usw. ebenfalls ihre wichtigen Rollen dabei … Die Seele und der innere Spirit sowieso…

    Doch jetzt erst einmal zurück zu Etwas das wir bestenfalls täglich am Start haben; unsere Fortbewegung!

    Organische Fortbewegung rockt!

    Wenn wir uns nicht organisch und artgerecht zu bewegen gelernt haben und zusätzlich z.B. Unfälle und Traumata eingesammelt haben dann ist unser Bewegungsapparat Fehlbelastungen und Kompensationen (Fehlspannungen) ausgesetzt. Der magische Knochensaft wird nicht mehr ausreichend produziert und eine degenerative Kettenreaktion auf Zellen, Nerven, Muskeln usw. nimmt ihren Lauf.
    Aufs Einfachste herunter gebrochen kalzifizieren unsere Muskeln und Faszien, unser Bindegewebe trocknet langsam aus. Die Zellen melden Alarm und unser Nervensystem (will uns schützen) und schickt Schutzspannungen und Schmerzen.

    Wenn unser Nervensystem einmal ordentlich angegriffen ist und sensibilisiert ist dann gerät unser Hormonhaushalt, unsere Verdauung und so Einiges mehr in uns in Dysbalance. Unser Schmerzkörper wird dauerhaft aktiviert.

    Der Weg den ich nun gehe ist ein Versuch meinen Bewegungsapparat wieder möglichst in seine artgerechte Funktionalität zu bringen.

    Es ist ist vor Allem erstmal ein körperlicher Weg.

    Ich habe meinem Körper in den letzten Monaten ein paar seiner alten Kompensationsmuster vor Augen geführt und ihm Neue Wege gezeigt. Nun, er ist beleidigt. Die alten Kompensationen funktionieren nicht mehr so gut wenn er versucht seine alten Muster wieder herzustellen. Die neuen Bewegungsabläufe und Strukturpositionierungen sind aber auch noch nicht gefestigt.

    Tja, willkommen in der Zwischenphase, einem Ort mit dem ich bis sich meine neue Struktur organischer festigt und zu bewegen weiss sicherlich noch des Öfteren Bekanntschaft machen werde.

    Denn selbst wenn ich tagsüber immer wieder achtsam bin mit meinen Haltungen und Mustern und immer besser weiss an welchen Stellen ich ansetzten darf, bringt die Nacht und der Schlaf oftmals das ‚Alte‘ Schema wieder ins Spiel und fordert mich heraus.

    Natürlich Mensch!

    Menschen die eine organische Haltung und eine gute Stuktur haben beneide ich inzwischen. Denn ich weiss jetzt, dass ich schon sehr lange Hypermobiltät und Schutzspannungen in meiner Körperstruktur mit mir trage. Schon seit meiner Kindheit.

    Wir Menschen sind von Haus aus sehr komplexe natürliche Wesen, doch heutzutage leben wir leider immer weniger artgerecht. Wir haben unnatürliches Licht um uns herum und damit einen unnatürlichen Schlafrhythmus. Wir essen zigfach aufbereitetes denaturiertes Essen. Wir sind zu viel Drinnen und zu wenig in der Natur. Wir starren einen großen Teil unseres Tages auf irgendwelche Bildschirme und sehen viel zu viel. Reizüberflutung auf allen Ebenen hat seinen Preis. Während ein Körper mit guter Struktur damit besser umgehen kann, ist dies für einen Körper der im Kompensationsmodus fest steckt und dessen Nervensystem sich ohnehin in dauerhafter Belastung befindet eine große Herausforderung.

    Ich darf mich gedulden und meinen Körper gerade dort abholen lernen wo er steht. Ihn nicht überfordern und ihm dennoch die Hand reichen und ihm neue Wege zeigen.
    Für mich spüre ich trotz ME/CFS Diagnose sehr deutlich, dass Bewegung sein muss damit ich wieder in Aktivierung komme, damit mein System eine Chance hat sich zu re-kallibirieren.

    Und ich darf mich wundern, dass unsere Knochen (das Letze was in der Regel von uns übrig bleibt wenn wir vergehen) so wichtig und so besonders sind.

    Ich wundere mich manchmal über mich selbst und wie wenig ich mich mit diesen Dingen in meinem bisherigen Leben auf biomechanischer Ebene auseinander gesetzt habe.

    Aber besser jetzt als nie.

    und wie ich es trotz all meiner aktuellen Gebrechlichkeit geschafft habe diesen Blog auf die Beine zu stellen, warum isolierte Massagen, Dehnungen und Nervenregulation uns nicht wirklich ans Ziel bringen und woher ich mir meine Zuversicht nehme, dass ich wieder schmerzfrei und natürlich beweglich sein werde… davon mehr im kommenden Blog Post

  • #3 ‘ Stehen und Krabbeln lernen – in meinem Alter!? ’

    #3 ‘ Stehen und Krabbeln lernen – in meinem Alter!? ’

    Wer sich diese Körpertherapie als ein Zuckerschlecken vorstellt der wird maßlos enttäuscht sein.

    Nach 6 Wochen im Übungsraum bin ich große Mini-Schritte weiter.

    Die Übungen sind minimalistisch, aber sehr genau und modular aufgebaut und führen Eines im Sinn: mir meine Schwachstellen aufzuzeigen und kompensatorische Muster aufzudecken um daraufhin meinem Körper wieder neue gesündere Wege aufzuzeigen und diese dann zu festigen.

    Das tut auch weh. Körperlich und seelisch.

    Krabbeln muss sein.

    Wusstest du, dass Krabbeln immens wichtig ist für die Anlage gesunder Knochenausrichtung und Muskelansprache?

    Meine Tante, die in meinem Krabbelalter zugegen war, antwortete auf die Frage, ob ich denn gekrabbelt sei? :

    ‘Ach wo, mit dem Dreck und den Tieren auf dem Dorf haben wir dich bald in so eine Laufhose gesteckt und du bist ohne Krabbeln gleich losgelaufen, da warst du nichtmal ein Jahr alt…’

    Natürlich bringt das auch tiefe seelische Verletzungen meines inneren Kindes – welches im zarten Alter von ein paar Monaten bei den Großeltern und der besagten minderjährigen Tante abgestellt worden ist – ins Fühlfeld und zum Vorschein.

    Für so viele Themen in unserem Leben können wir nichts. Wir hatten oft keinerlei Einfluss auf sie. Und doch laufen so viele von uns herum und schämen sich fast schon für ihre mangelhafte Gesundheit. Fühlen sich als Versager weil sie gesundheitliche Defizite haben.

    Nicht immer können wir Dinge auf körperlicher Ebene schnell beheben. Auch nicht auf schamanischen Wegen. Die Seele hat ihre eigene Zeit- und Raumgebung und diese ist nicht immer mit dem Körperlichen kongruent.

    Es braucht Geduld und Selbstbewusstsein. Entspannung und Determination. Mut und Mitgefühl. Vertrauen und Vorsicht.

    Faszien- und Triggerpunkt-Arbeit löst immer wieder unerwartete Gefühle und körperliche Symptome wie Zittern aus, die ich nicht immer Erlebnissen aus der Vergangenheit zuordnen kann. Es ist ok, das muss ich auch nicht unbedingt. Wichtig ist, dass sich Verkalkungen und Verspannungen lösen dürfen, und der Körper das noch gespeicherte Trauma loslassen kann.

    Diese Körpertherapie ist definitiv nichts für Menschen, die sich nicht mit sich Selbst auseinandersetzen wollen.

    Von Vorteil für mich ist, dass ich solche tiefen Prozesse von meinem schamanischen Pfad gewohnt bin.

    Ein neues Zwiebelrezept.

    Die letzten Wochen waren ein zum Teil schmerzhaftes Zwiebel schälen. Schicht um Schicht kam etwas Neues zum Vorschein. Mein Becken kippt in die falsche Richtung und der Rumpf stapelt sich kompensatorisch, was starke Auswirkungen auf meinen Nacken hat. Das Angehen der Auflösung der Kompensation macht aktuell gerade meiner Lendenwirbelsäule und meinem Kreuzbein zu schaffen.

    Seit 2 Tagen liege ich flach und gebe meinem Körper erstmal Ruhe zur Integration. Dies ist die erste längere Übungspause nach 6 Wochen.

    Ich bin stolz auf mich denn ich habe bisher meistens gut auf meinen Körper geachtet.

    Nur manchmal wenn ich verspielt bin, was ich gerne bin wenn es mir besser geht, dann werde ich ungeduldig und möchte meine neu dazu gewonnene Beweglichkeit sofort umsetzen und gefühlt nachholen was ich die letzten Jahre verpasst habe.

    Das funktioniert natürlich nicht so ohne Weiteres, und ich falle in Rückschlagsphasen und habe dann das Gefühl nicht gut voranzukommen.

    Glücksmomente pflücken.

    Doch glücklicherweise zählt mir dann mein Mann gerne Dinge auf wie:

    • Du kannst doch endlich wieder auch auf dem Rücken liegen und schlafen
    • Du bist neulich wieder kilometerweit gelaufen
    • Du hast mehrere Tage nacheinander gekocht
    • Du bist wieder mal alleine Einkaufen gefahren
    • Dein Schwindel ist viel besser
    • Du hast ein paar Kapitel in deinem Buch geschrieben
    • Du konntest wieder ein paar Instagram-Posts machen

    Ok. Er hat völlig recht. Ich vergesse gerne wie schlimm es mir zuvor ging sobald es mir wieder etwas besser geht.

    Ich deute das positiv. Ich blicke wieder optimistischer in die Zukunft & das ist ein großes Geschenk!

    Ich lerne gerade sehr viel Neues auf körperlicher Ebene, und freue mich darauf demnächst auch über so interessante Dinge wie die Auswirkung von Knochentorsion aufs Nervensystem oder Plantarfaszien-Kalzifikation zu schreiben.

    und wie es von hier aus weiter geht, und wie lange meine LWS für diese Regeneration brauchen wird, erfährst du im kommenden Blog-Beitrag …

  • #2 ‘ Eine verrückte Idee – das Vernünftigste auf der Welt! ’

    #2 ‘ Eine verrückte Idee – das Vernünftigste auf der Welt! ’

    Die Tränen meiner letzten 2 Jahre könnten tausende Gallonen füllen. Alle Menschen die mich kennen – erkannten mich nicht mehr – ich selbst wurde mir langsam genauso fremd.

    In den Momenten meiner tiefsten Verzweiflung wollte ich nicht mehr leben. Ich kannte dieses Gefühl nicht, es war neu und befremdlich, ja sogar bedrohlich.

    Meine eigenen Schamanischen Reisen und Schamanischen Medizinen waren von Anfang an immer wieder aktiv am Start auf meinem Heilungsweg und halfen mir meinen Anker im Leben nicht ganz zu verlieren. Ich machte mehrere intensive Ahnenheilungs-Zeremonien mit einer befreundeten Schamanin, doch nach und nach wurde energetisch intensives Schamanisches Wirken in meinem körperlich immer schwächeren Zustand zunehmend schwieriger.

    Ich hatte zuweilen sogar das Gefühl, dass irgendeine Energie versucht zu verhindern, dass ich mich mit meinem Kraft- und Schutzfeld verbinde.

    Ich träumte viel – vor Allem von meinen Eltern.

    Meine Familie und meine nächsten Freunde waren ebenso ratlos wie ich selbst.

    Viel Hilfe, die nicht hilft.

    Krankenhausaufenthalte, unzählige Besuche bei Ärzten, MRTs der HWS brachten Diagnosen mit wenig Erleichterung. Craniozervikale Instabilität, HWS-Syndrom, HWS-Unkarthrose … & schließlich PostCovid und ME/CFS …

    Persönliche zusätzliche therapeutische Versuche brachten mich zu Heilpraktik, Ostheopathie, TCM-Akupunktur, Kinesiologie, Craniosacraltherapie. Eine Freundin nahm mich mit zu ihrer Psychologischen Beraterin. Viele Euros rollten davon und ich war gefühlt keinen Schritt weiter.

    Ich verlor 3.000 € Euro bei einer Investition in ein 3-monatiges vielversprechendes Online Coaching und Training welches ich nach 4 Wochen abbrechen musste weil es mir inzwischen noch schlechter ging als davor.

    Inzwischen fühlten sich all meine Heilversuche tatsächlich an wie Sackgassen.

    Meine letzten Rubel rollten davon und ich als selbstständige Medizinfrau ebenso.

    Ich war inzwischen rat- und mutlos. Ich konnte mich gefühlt nur mehr ergeben und gedulden.

    Der Horizont wird heller.

    Anfang November 2025 tauchte dann nach 2 Jahren unerwartet ein neuer Lichtblick auf meinem verdüsterten Horizont auf.

    Ich stieß beinahe beiläufig auf ein Video von einem jungen Mann der mich verblüffte und der vom goldenen Dreieck, Biomechanischer UrKörperaufrichtung, Darmsanierung mit UrNahrung und Nervensystem-Reset in einem bisher beispiellosen logischen Zusammenhang sprach. Genetik, Trauma, Gedankenhygiene – alles inkludiert in seiner Sichtweise, die er mit gestochener Klarheit verbreitete.

    Ich hörte ungewöhnlich viele Urs….UrNatur, UrKörper, UrSprung.

    Die vielen Urs machten die Medizinfrau in mir wieder wach!

    Es klingelte irgendwo ganz innen drin bei mir und dann rastete ein Hoffnungsschimmer ein, irgendwo zwischen Herz und Seele. Ein urschönes Gefühl was ist seit langem vermisste.

    Ich trat seine kostenlose 21-tägige Körpertherapie testweise an.

    Nach 10 Tagen Körperarbeit mit seiner Methode ging es mir deutlich besser.

    Das erste Mal nach langer Zeit bekam ich wieder einen Schimmer davon wie sich ein gesunder Körper bewegen und anfühlen könnte.

    Meine Seele flüsterte: Ja, ja !!! Ich will gerne wieder in so einem gesunden aufgerichteten Körper wohnen !!!

    Seine Methode braucht Zeit, sagt er, weil Alles was jahrzehntelang im Körper in Schieflage geraten ist, von Grund auf wieder neu auszurichten wäre. Die Traumata müssen aus den Faszien raus. Mein Körper hatte Kompensationen eingenommen, die ihm Kraft kosteten. Ansammlungen von Unfällen: vom Achillessehnen Riss, Hüftverschiebung bis zum Schleudertrauma, alle sind beteiligt + Seelische Belastungen + genetische Programmierungen + erfahrenes Trauma + durchlebte Krankheiten … klingt äußerst logisch!

    Dass nach der Begleitung und dem Tod meiner Eltern mein verschiedenster Erfahrungen gezeichnetes körperliches Erdschiff deutlich erschöpft war, und nach einem Covid-Infekt meine Segel dann endgültig zerrissen waren, wundert mich im Nachhinein nicht wirklich.

    Der besagte KörperReset im einjährigen Therapieprogramm hatte seinen Preis. Einen Preis der nicht auf meinem Konto lag.

    Ich merkte, dass ich wirklich bereit war mich langfristig auf diese Art körperlicher Arbeit einzulassen. Ich wollte meinem Körper so gerne diese Chance geben.

    Das JA war da. Nur das WIE fehlte noch!

    Träume müssen sein.

    Ich träumte wieder davon tanzend über die Wiesen zu laufen und Muscheln sammelnd stundenlang den Kopf in den Kies zu stecken. Ich träume davon mein Buch fertig zu schreiben. Neue Workshops zu starten und wieder mit Menschen zu arbeiten und meine schamanische Arbeit fortzusetzen.
    Mit meiner Familie und Freunden lachend am Lagerfeuer zu sitzen. Zu reisen.

    Ich weiß nicht mehr genau wie es in meinem Kopf zustande kam, aber die verrückte Idee eine GoFundMe-Kampagne zu starten wurde geboren.

    Es musste alles sehr schnell gehen, denn der Programmstart war bereits Anfang Januar 2026!

    Ich hatte keine Zeit großartig darüber nachzudenken. Mutig war ich dennoch allemal, denn es ist mir nicht leicht gefallen meinen Bekannten und Followern gegenüber meine momentane Situation im Detail Preis zu geben und um Unterstützung zu fragen.

    (Tatsächlich fällt mit auch die Veröffentlichung dieses Blogs direkt auf meiner Website nicht super leicht. Doch auch das gehört gerade mit auf meinen Weg.)

    Freunde und Familie halfen mir meine ‘Zurück ins Leben’ Kampagne aufzusetzen und das Wunder geschah!

    Innerhalb von zwei Wochen hatte ich das Geld zusammen!

    Und genau das war die vernünftigste verrückte Idee, die ich seit meinem gesundheitlichen Crash hatte.

    So viele wundervolle Menschen haben sich an der Kampagne beteiligt und mir diesen Weg ermöglicht!

    Dankbarkeit ist ein viel zu kleines Wort für das was ich für meinen Mut und für die Menschen, die dieses Wunder ermöglicht haben, empfinde.

    … über meinen Start und die erste Zeit in meinem 1-jährigen KörperReset schreibe ich im kommenden Blog-Beitrag …

  • #1 ‘ „Krankheit“ beginnt lange bevor sie beginnt! ’

    #1 ‘ „Krankheit“ beginnt lange bevor sie beginnt! ’

    Ich möchte mich ganz gewiss nicht in einer ‘Krankheit’ einnisten. Egal wie lange sie gereift ist. Egal welchen Namen sie bekommen hat. Ich will ihr aber da sie schon mal da ist, die Ehre erweisen sie aus der Nähe kennen zu lernen, und das was sie mir bringt erkennen. Sie ist nicht böse und vielleicht nichtmal willkürlich. Sie muss mir etwas mitgebracht haben was ich brauchte. Auch wenn ich glaube dass ich es nicht bestellt habe.

    Wie die alten Schamanen so schön sagten: Welches Geschenk bringt dir deine Krankheit wirklich ?

    Geschenke gilt es zu entpacken.

    Das ist nicht so einfach, denn dieses Geschenk hier ängstigt. Es ist anhänglich und 24 Std. aktiv darin mich inaktiv zu machen.
    Es verstecken oder versuchen es loszuwerden um dennoch wieder darüber zu stolpern funktioniert nicht.
    Es ignorieren und nur ganz heimlich wieder mal kurz hinsehen wäre vielleicht mal erholsam doch ist es viel zu laut um es zu übersehen.

    Es muss tiefere und weitere Wurzeln haben auch wenn es erst am 18. März 2024 mit einem schmerzhaften Blitz in meinem Hinterkopf zu beginnen scheint.

    Dieses ‘Ungetüm’ an Geschenk sitzt mir seitdem mal mehr mal weniger im Nacken, in den Knochen, im Magen, im Herz und im Nervensystem. Es zwingt mich in die Knie, entfacht Schmerztiraden, Kreislaufeskapaden und Magenprobleme. Lässt mich nicht schlafen, nicht arbeiten, nicht lachen.

    Alle heilenden Hände die meinen Körper berühren rätseln. Mein Körper, er verhält sich sperrig, eingefroren und auf jeden auch nur kleinen ‘Hauch von Berührung’ reagiert er als wären Armeen von trampelnden wilden Tieren seiner habhaft geworden.
    Alles, selbst Essen und aufs Klo gehen erschöpfen.

    Der Schlafmangel, die Erschöpfung, die Herzrhythmusstörungen, die Übelkeit, die Schmerzen, der Schwindel bei jeder Bewegung schwächen mich von Tag zu Tag. Die Kilos purzeln, die Hoffnung schwindet. Und mein Bett ist ein Schiffsgefängnis unter Deck auf bewegter See und sich drehenden Winden ohne Sonnenschein.

    Zwischen Hoffnung und Trauer, Mut und Verzweiflung trieb dieses Schiff nun beinahe 2 Jahre auf offener See.

    Der Anfang der ein Ende war.

    Meine Mutter starb Ende 2023, dann 3 Wochen später mein Vater. Sie gaben sich die Hand. Und ich blieb nun endgültig mit leeren Händen hier, mein kleines Mädchen Herz am verbluten. Alte aufgerissene Wunden des im Alter von ein paar Monaten verlassenen Kindes nahmen sich nun Zeit und Raum um sich in all ihrer Wucht zu offenbaren.

    Covid besuchte daraufhin mein verlassenes verletztes wehrloses Kind und saugte zusätzlich ordentlich an meiner noch vorhandenen verletzten Kraft.

    Uralte Ahnenpfade zerschellten in meinen Zellen und erzählten von Leid, Verzweiflung und Ohnmacht. Von Frauen, die sich aufopferten, sich selbst vergaßen. Ich mitten drin.

    Meine eigene Geschichte, Wut und Trauer explodierte in meinen Muskeln. Nervenfeuerwerke hielten mich selbst in meinen Träumen wach.

    Mein Körper hat wohl war viel erlebt und gehalten. Unfälle, Trauma, Trennung, Geburt. Auch fremde Geschichten aus Reisen zur Medizin für die vielen Menschen auf meinem Weg.
    Meine Seele die aber ist frei, selbst jetzt wo ihr Körperzuhause scheinbar bröckelt. Das Bröckeln selbst tut weh.

    Es ist ein Reifeprozess.

    Erkenntnisse stellen sich immer wieder ein, manchmal auch sehr langsam. Das Annehmen ist ein wichtiger Akt dabei.

    Mich so annehmen. Die starke Medizinfrau darf auch schwach sein. Darf ihre verwundbare Tiefe verkörpern. Ihre Körperin neu erleben und erkunden.

    Ihre weibliche Würde ungeschminkt der Welt zeigen.

    Auf diesem Weg liegen wunderbare Begegnungen, Unterstützung, Gebete. Meine Menschen um mich sind sehr stark.
    Ich weiß ich bin es auch. Selbst jetzt wo ich es kaum mehr fühlen kann.

    Gemeinsam mit meinem verwundeten Körper, dessen Zellen ursprüngliches Licht ersehnen, schreite ich mutig voran.

    …wie es weiter ging und geht, liest Du im nächsten Blog-Beitrag.