Autor: Nanshee Spirit

  • #7 ‘ Trauma – oder wie mein Leben mich für 2,5 Jahre in die Pause schubste ’

    #7 ‘ Trauma – oder wie mein Leben mich für 2,5 Jahre in die Pause schubste ’

    Heute Morgen bin ich mit dem krassen Gefühl aufgewacht, dass ich seit 2,5 Jahren mit meinem Leben pausiere.

    Ausgelöst wurde das Gefühl ganz aktuell durch einen familiären Vorfall. Seit über einer Woche liegt meine Tante im Koma. Als ich noch klein war, da war sie quasi meine Ersatzmutter. Ich lebte fast elf Jahre lang mit ihr und meinen Großeltern in Kroatien – meine Eltern arbeiteten in Deutschland.

    Ich besuche sie fast täglich – auf der Intensivstation. Im selben Krankenhaus, in dem meine Eltern vor 2,5 Jahren starben. Das erste mal als ich sie besucht habe war mit richtig schlecht. Und seitdem zickt mein Magen. Der Stress – ich bin im Widerstand. Es fühlt sich an, als wäre zwischen damals und heute keine Zeit vergangen. Als wären 2,5 Jahre nur eine ganz lange Pause zwischen einem Gefühl der Ohnmacht und dem nächsten. 2,5 Jahre, in denen ich durch chronische Gesundheitsthematiken ausgeschaltet und auf Pause gesetzt wurde.

    Es gibt Wiederholungen auf die man einfach keinen Bock hat.

    Erneut in den Schlund meines Traumas blicken. In den Verlust dessen, was mir lieb ist. Mit dem Auto denselben Weg ins Krankenhaus fahren, den ich zwei Monate lang fast täglich fuhr als meine Eltern teilweise gleichzeitig dort im selben Krankenhaus lagen bis sie dort gestorben sind. Warum genau jetzt, wo ich mich gerade mühsam wieder etwas aufgerichtet habe?

    Ich habe dennoch die stille Hoffnung darauf, dass das auch eine versteckte Chance sein könnte. Eine Chance, etwas abzuschließen. Diesen Schrecken endgültig hinter mir lassen. Den Verlust meiner Eltern befrieden. Das Krankenhaus seiner Schuld entbinden.

    Meine Teta (Tante) Tonka, die jüngste Schwester meines Vaters, ist sozusagen die letzte lebende Bastion meiner Kindheit. Sie ist ganz subjektiv betrachtet, nicht immer nur nett zu mir gewesen. Ein kantiger Charakter, besserwisserisch. Immer einen kessen, ermahnenden Ratschlag oder eine meist angstkreirende Meinung auf der Lippe.

    Doch vier Tage vor ihrem Koma rief sie mich an und sagte mir gefühlt aus dem Nichts folgende Worte:

    ‘ Du sollst dir nicht immer Sorgen machen um andere. Das ist nicht gut für dich. Denke weder an die Vergangenheit noch an die Zukunft. Lebe im Jetzt. Ich habe meine Zeit gelebt, doch Du hast noch vieles vor dir. Denke an dich selbst am Allermeisten. Hab Freude am Leben. Ich habe keine Kinder bekommen können, aber Du hast einen wundervollen Sohn. Unsere ganze Familie neigte leider dazu, sich immerzu Sorgen zu machen. Das macht einen krank. ’

    Soll das ihre letzte Botschaft für mich gewesen sein? Das letzte Geschenk?

    Ich hoffe nicht. Gerne würde ich anknüpfen und mir noch vieles aus meiner frühen Kindheit erzählen lassen. Für mich weitere wichtige Schlüsse ziehen und diese „Sorgenschleifige Familiengeschichte“ zu etwas Neuem wandeln.

    Kommen wir zurück zur besagten 2,5-jährigen Pause in meinem Leben. Diese Pause, dieses körperlich nicht mehr fähig zu sein, mein Leben weiter so zu gestalten, wie ich es gewohnt war, zwang mich ja geradezu ins JETZT. Nur dieses JETZT war sehr unbequem, fordernd, schmerzhaft und lähmend.

    Natürlich ist es dann sogar ein scheinbarer Ausweg sich aus solch einem Jetzt heraus zu flüchten. Gerne auch mal mit noch mehr rückwärts- und vorwärtsgewandten Sorgen.

    Sich Sorgen machen ist also auch nur eine Ausflucht.

    Eine Flucht aus einem unaushaltbaren Jetzt.

    Aus einem schönen Jetzt wollen wir ja eher selten flüchten. Das wollen wir gerne auskosten, ausdehnen und festhalten. Doch manchmal ist auch das ordentlich verdreht. Nämlich dann wenn unser Nervensystem so fehlreguliert ist, dass wir sogar aus einem schönen Moment flüchten wollen weil wir ihn nicht ertragen können. Weil wir Angst um ihn bekommen.

    Es gilt daher den schönen Moment immer mehr zu tragen und verkörpern zu lernen.

    Im letzten Monat ging es bei mir deutlich körperlich bergauf. Ich bin fitter, mein Nacken ist stabiler und ich komme immer mehr in die Freude zurück. Die biomechanischen Aufrichtungsübungen finde ich zugegebenermaßen manchmal auch langweilig und anstrengend. Doch glücklicherweise kann ich inzwischen vieles davon direkt in meinem Alltag umsetzen. Und das liebe ich. Es ist praktisch und unterstützt meinen Körper dort, wo er es am dringendsten braucht – in seiner täglichen Bewegung und Aktion.

    Ich sitze anders. Ich laufe anders. Ich stehe anders. Ich schlafe anders.

    Bewusster.

    Dort, wo mehr und tieferes Körperbewusstsein zu mir zurückkehrt, kehrt auch wieder reiferes geistiges Bewusstsein über die eigenen Gedanken und Gefühle zu mir zurück. Natürlich funktioniert das auch vice versa.

    Im Augenblick jedoch, da erforsche ich die Auswirkungen meiner körperlichen Wiederaufrichtung und Re-Kalibrierung auf mein geistig-seelisches Kontinuum einfach etwas intensiver. Und das ist gut so. Mein Körper freut sich.

    In der Schauspielausbildung haben wir uns damals viel mit der eigenen Körpersprache auseinandergesetzt. Haben Rollen ausgearbeitet, indem wir gewisse Körperschemata übertrieben ausgeführt haben und dann beobachteten was es mit dem Charakter und den Gefühlen der Figur macht.

    Je mehr ich über die Biomechanik des Körpers und ihre Geheimnisse lerne, umso mehr erschließt sich mir eine neue Welt. Ich beobachte Menschen wie sie sich bewegen, wie sie stehen und gehen und ich lese in ihnen wie in einem Buch.

    Es ist eine Katastrophe. So vielen Menschen geht es nicht gut.

    Zum Teil bemerken sie es leider nicht einmal. Noch ist es zu unterschwellig. Reift im Hintergrund heran.

    Unsere heutige Lebensweise ist so weit von unserem natürlichen Bewegungsdrang entfernt. Und wir beginnen schon in der Kindheit unsere natürlichen Bewegungsmuster sukzessive zu zerstören. Und irgendwann sind wir so verdreht, krumm, bewegungseingeschränkt und -gestört, dass wir gar nicht mehr wissen, wie wir jemals da heraus kommen können.

    Doch es gibt Wege. Biomechanik ist nur einer davon.

    Falls Du noch nicht losgegangen bist deinen Körper zu erforschen, vielleicht ist die Zeit dafür jetzt reif?!

    Mach dich auf die Suche nach deinem eigenen Körperweg.

    Aktiviere dein Körperbewusstsein!

    … und wie Du das selber angehen kannst, welche neu aufkeimenden Ideen und nächsten Schritte mich immer mehr zurück in mein Körperbewusstsein und Wirken führen – ob Biomechanik etwas damit zu tun hat und wie die Geschichte mit meiner lieben Tante Tonka und unserer „sorgenschleifigen Familiengeschichte“ weitergeht – liest Du im kommenden Blog-Beitrag …

  • #6 ‘ Der Sommer heilt nicht alles – doch er tut trotzdem richtig gut ’

    #6 ‘ Der Sommer heilt nicht alles – doch er tut trotzdem richtig gut ’

    Ich hatte mich so sehr auf den Sommer und das Meer gefreut. Heute ist Sommersonnenwende, früh morgens. Die Nacht war warm, die Mücke nervte, ich schlief aber trotzdem. Sehr gut!

    Meine Nächte sind bisher ein russisches Roulette. Es kann alles passieren. Von schlaflos, alptraumhaft, schmerzverzehrt bis total ausgenockt. Auch erholsam ist manchmal dabei. Wie heute Nacht. Trotz widriger Umstände habe ich gut geschlafen. Bin nur einmal aufgewacht und habe mir einen Quarkumschlag in den Nacken gelegt. Der tat gut, beruhigte die Entzündung, dann schlief ich weiter bis 9h. Und das ist top! So startete mein Tag schon richtig fein.

    Meine Morgenroutine beinhaltet Trockenbürsten zur Anregung des Lymphflusses, Wechselduschen bis zum Hintern hoch. Im Augenblick ein paar biomechanische Übungen zum Aktivieren meines Gluteus, meines Cores und Rumpfes und ein paar Aktivierungsübungen für den Latissimus. Noch im Bett liegend bearbeite ich intuitiv ein paar Triggerpunkte, die ich spontan wähle; oft ist das am Trapezius, wenn der Kopf schmerzt auch mal die Occipitalmuskulatur, gerne sind auch mal der Gluteus und der Pectoralis morgens am Start.

    Fachbegriffe dürfen ausnahmsweise auch mal sein.

    Ich muss gerade über mich lachen, denn ich werfe ganz offensichtlich inzwischen mit Anatomie-Fachbegriffen um mich. Das bringt wohl die biomechanische Auseinandersetzung mit meinem Körper so mit sich. Es macht mir, neben der Anstrengung, den Rückschlägen und den immer wieder auftretenden Veränderungsverschlimmerungsreaktionen meines Körpers sehr viel Spaß, meinen Körperaufbau und seine Funktionalität besser kennen zu lernen. Zu verstehen und zu fühlen, wie ich mich im Alltag besser ausrichten und natürlicher und artgerechter bewegen kann, ist ein absoluter Gamechanger für mich. Ich kann das jedem Anatomie-Laien wie mir nur wärmstens empfehlen und stelle daher etwas provokativ die Frage in den Raum:

    Kennst Du deinen Körper so gut wie deine Gedanken?

    Ich jedenfalls kenne meine Gedanken mehr als gut. Bin Königin der Psychoanalyse, des Seelenlesens und der tiefgründigen Aspekte meiner Gedankenspiralen.

    Mein Körper jedoch, der sollte oftmals einfach nur gut funktionieren. Und nun, da er gewissermaßen streikt, darf ich ihm sehr exklusiv meine Zeit widmen.

    Für mich ist Bewegung am Morgen elementar, denn ich neige, vor allem seit es mir so schlecht ging und ich bettlägerig war, zu niedrigem Blutdruck; und wenn es warm ist wie momentan hier in Kroatien, dann ist es doppelt so anstrengend für mich. Ich brauche diese Zeit der Körperaktivierung am Morgen, sonst geht es mir einfach gar nicht gut und ich muss mich regelrecht durch den Tag schleppen.

    Ich bevorzuge ein warmes Frühstück, heute war es ein Haferbrei mit Blaubeeren. Esse aber auch gerne mal ein weich gekochtes Ei. Brot esse ich im Augenblick nicht. Als Ersatz stattdessen tun es für mich auch ein paar glutenfreie Kräcker. Grüner Tee ist mein Kaffeersatz und täglicher Begleiter.

    Dann noch die Supplemente: momentan Magnesium, Vitamin C, D3 am Morgen. Da ich im Augenblick ganz sanfte Ausleitung betreibe noch ein Schluck Sonnenmoor mit einigem Abstand dazu. Zwischen den Mahlzeiten gibt es L-Glutamin, zum Mittagessen ein Darm-in-Form Präparat extra für die Darmschleimhaut, Omega-3 und Vitamin E. Nachmittags wieder ein Schluck Sonnenmoor. Zwischendrin trinke ich gerne mal Yagcho Neuro, das ist ein Pulver mit Kakao, Reishi, Hericium, Ashwagandha, Ginkgo… Abends wieder Magnesium und noch K2. Allerdings gibt es bei mir D3 und K2 nicht täglich, da ich eine höhere Dosierung nehme. Auch Magnesium lasse ich vor allem abends immer wieder mal weg wegen des niedrigen Blutdrucks. Da sollte Jede/r für sich schauen wo er damit steht.

    Hilfe aus dem Wald – Rot/Weiß

    Was für meine Nackennerven immer wieder der größte Retter in der Not ist, ist meine selbstangesetzte Fliegenpilztinktur. Ein paar Tropfen in den Nacken reiben und die Nerven beruhigen sich sehr schnell. Das ist sehr erleichternd und unterstützend für das Nervensystem. Ich persönlich muss das wohl dosieren und nächtens kann ich das z.B. nicht so gut verwenden, da sonst mein Blutdruck sinkt (was für die meisten Menschen ok ist, aber für mich halt eher unangenehm, da er ohnehin niedrig ist). Da kommt dann in der Nacht stattdessen bevorzugt der besagte Quarkwickel zum Einsatz!

    Toll ist auch das Immortellemazerat zum Einreiben. Es beruhigt das Gemüt und auch die Nackenregion, und ich habe das Gefühl es bringt lichtvolle Energie ins Feld. Christoph, mein Partner, hat zuletzt wieder Immortelle (Strohblume) frisch am Meer gesammelt und ich habe sie nun mit Mandel und Jojobaöl angesetzt.

    Abends pflege ich zudem eine Blaulichtfilterbrille zu tragen und zwei Stunden vor dem Schlafen gehen nicht mehr in Bildschirme zu schauen. Abendessen nach 19 Uhr vermeide ich ebenfalls.

    All die Pflanzenmittel, Übungen und Supplemente sind nicht in Zement gemeißelt und keine Fachinformationen, denn ich variiere und probiere aus was für mich passt. Zu viel kann der Körper ohnehin nicht gut verwerten und ein/e Jede/r reagiert anders.

    Bitte daher eigenverantwortlich mit diesen Infos umgehen!

    Das Meer und ich.

    Die letzten drei Tage war ich mit meinem Sohn am Meer in einem Apartment. Länger war finanziell gerade nicht drin. Mein kroatisches Zuhause ist zwar nur eine Dreiviertelstunde vom Meer entfernt und es ist früher kein Thema für mich gewesen an einem Tag ans Meer zu fahren, den Strandtag zu genießen und abends wieder zurück zu fahren … doch das geht im Augenblick ohne körperliche Nebenwirkungen leider noch nicht so gut.

    Somit entschieden wir ein paar zusammenhängende Tage mit Übernachtung am Meer zu buchen. So, dass ich ohne die Fahrerei einfach mal ins Meer konnte und wenn es mir zu viel wurde in der Sonne ich wieder zum Apartment hoch laufen konnte. Die Rechnung ging weitestgehend auf. Ich habe dennoch die Kürze der Eingewöhnungszeit und die Hitze unterschätzt – so konnte ich nur früh morgens und kurz vor Sonnenuntergang für eine Stunde an den Strand. Doch immerhin durfte ich das salzige blaue Nass wieder ein paar Tage hintereinander an meiner Haut spüren. Welch Segen.

    Das Meer vor der Tür zu haben und nicht wie gewohnt wild hinein tauchen zu können, sondern gefühlt wie ein alte Oma nur ein paar ruhige Runden in ihm zu schwimmen, erfüllte mich aber auch mit einer tiefen inneren Traurigkeit. Die Erinnerung an mein Wildes-Meer-Ich, an mein stundenlanges auf dem Rücken floaten, von den Steinen hinein springen und mich mit Spaß darin drehen und wenden fehlten mir schmerzhaft. Ich weinte meiner vergangenen Form nach.

    Auch wenn ich weiß, dass ich im Jetzt lebe und Genesung oftmals nicht leichter wird indem ich mich an die Vergangenheit klammere, so darf ich sie doch beweinen. Das ist ein Teil meines Prozesses und ich lasse mir das auch von schlauen spirituellen Sprüchen nicht absprechen. Ich erlaube es mir meine Trauer und Emotionalität zu durchleben. Denn aus ihr heraus speist sich unter anderem auch mein Wille alles Erforderliche dafür zu unternehmen wieder fitter zu werden.

    Mir entgingen aber trotz meiner Trauermomente die schönen Aspekte dieser Minireise nicht. Wir hatten einen wunderschönen Ausblick von der Terrasse aufs Meer. Das hat mich sehr genährt.

    Neue Visionen entstehen.

    Welch ein besonderes Geschenk diese Tage am Meer mit meinem Sohn zu verbringen. Tiefe Gespräche mit ihm zu führen, gemeinsam zu kochen und genügend Zeit zu haben uns über die offizielle Gründung seines nohoru Nonprofit-Frequenznetzwerks zu unterhalten bei dem ich nun als ‘ Schirmherrin ’ und Mitbegründerin mit im Boot bin.

    Wir haben Großes vor.

    Luca ist ein starker Visionär mit einem Weitblick, der seines Gleichen sucht und ich bin stolz, dass ich eingeladen bin, mitzugestalten. Das längst geplante ‘ Sound Healing Gathering ’ nimmt wieder an Fahrt auf und die Vorbereitungen, die auch aufgrund meiner Gesundheitsproblematik geruht haben, sind wieder im Gange. Bald wird es mehr Konkretes zu berichten geben.

    Gemeinschaft, Natur und Frequenzen stehen im Fokus für die Neue Zeit – der von Vielen von uns, lang ersehnten Wende. Innerlich und Äußerlich. Es gilt die nächsten Schritte dafür zu setzen. Es gilt die kommenden Generationen zu stärken und ihnen Rückenwind zu geben und ihre Wurzeln tief wachsen zu lassen.

    Leise erahnend wofür mein schwieriger Prozess der letzten Jahre auch noch gut gewesen sein soll, lasse ich immer wieder los was mich daran hindert offen und herzverbunden weiterzugehen.

    Und ich frage mich nach diesen intensiven, visionsreichen Tagen am Meer:

    Wie viele bereichernde Empfindungen können wir im Herzen verbundene Menschen in naher Zeit noch erfahrbar machen, und als einzelne Wesen und auch als Gemeinschaft an nährenden Räumen kreieren?

    Wie viel mehr an Achtsamkeit und Natürlichkeit brauchen wir um gesund und kraftvoll mit Allem verbunden zu sein?

    Wie sieht mein zukünftiger Beitrag dazu aus?

    … und wie es damit für mich konkret weitergeht, wie es mit meiner aktuellen Genesung und meiner UrVerbindung zum Körper und der Erweiterung seiner Fähigkeiten als Sinnestor zu Geist und Seele zu agieren, weitergeht … liest Du im kommenden Blog-Beitrag

  • #5 ‘ Ein Körpermantra der entschleunigten Zeit – ist das heutzutage möglich? ’

    #5 ‘ Ein Körpermantra der entschleunigten Zeit – ist das heutzutage möglich? ’

    Einen Blog zu führen zählt vielleicht nicht mehr ganz zu den angesagtesten Wegen.

    Schnelle Videos mit KI-getrimmtem Inhalt auf den Social-Media-Kanälen bedienen, konsumieren und befeuern scheint hingegen eher etwas zu sein das der größte Teil der heutigen Menschen in ihrer Schnelllebigkeit wählt.

    Doch ich glaube fest daran, dass es anders und auch gehaltvoller geht. Denn ich stelle fest, dass ich und viele andere immer weniger in schnelle Konstrukte und Medien tiefer hineinwachsen möchten.

    Ganz im Gegenteil: Wir möchten sogar viel lieber aus ihnen herauswachsen.

    Das zumindest deute ich aus der Symptomsprache von immer mehr rebellierenden Körpern und Seelen um mich herum.

    Spätestens dann, wenn dein Körper dich gefühlt auf null zurücksetzt, ist die Zeit gekommen in eine nachhaltige Entschleunigung zurückzufinden.

    Zur Hochzeit meiner Schmerzen und meiner Erschöpfung konnte ich Video-Reels oder aufwendige Beiträge auf Instagram weder generieren noch anschauen. Ich konnte das Handy nicht mehr bedienen und war um jede Nachricht und jeden Anruf weniger dankbar.

    Das war im Nachhinein auch eines der Geschenke auf dessen Spur ich geführt wurde.

    Das großartige Thema ‘ Welches Geschenk bringt dir deine Krankheit wirklich? ’ und wie wichtig die Entschlüsselung dieses besagten Geschenkes ist, deutete ich bereits im Blogbeitrag #1 an.

    Nun, meine „Krankheit“ legte mir das Geschenk des Rückzugs aus all meinen mir auferlegten Verpflichtungen und Verflechtungen vor die Füße. Offensichtlich konnte ich mir das ohne sie noch nicht erlauben. Ich war zu beschäftigt!

    Warum tippe ich inzwischen wieder auf herkömmliche Tasten, verfasse Blogbeiträge und schreibe auch aktiv wieder an meiner Poesie und meinem Buch weiter?

    Das Geheimnis liegt im besagten Geschenk des Rückzugs und der aufgrund dessen erhaltenen Zeit sowie in einer entschleunigteren Betrachtung der mir gegebenen Zeit. Es liegt an der inneren tieferen Erkenntnis, wie wertvoll Lebenszeit ist und der persönlichen Klarheit darüber, dass ich sie weniger denn je ans oberflächliche und schnelllebige Datennetz verschwenden möchte.

    Es geht mir im weitesten Sinne um Substanz. Um das ‘ Weniger ist mehr ’. Um den Mut zur Entschleunigung in einer sich immer mehr beschleunigenden Welt.

    Entschleunigung im Alltag war nicht immer meine Stärke. Mein astrologisches Doppelfeuer treibt mit an, doch es kann auch ein Ausbrennen befeuern. Ich darf lernen mich zu mäßigen. Die entschleunigte Zeit bewusster wahrzunehmen.

    In dieser verlangsamten und wohl dosierten Zeit zu reflektieren und etwas niederzuschreiben, das mich tief bewegt und dadurch mich wie hoffentlich auch dich gleichermaßen nährt. Es geht darum diesen Blog aus dem Inneren heraus zu gebären und dies Teil meines Genesungsprozesses werden zu lassen. Das gibt mir Kraft, Mut und eine neue Art inneren Frieden.

    Eine Tür für diejenigen unter meinen Lesern und Freunden zu öffnen, die gerne aus den angesagten Mühlen dieser Zeit heraustreten und sich Raum nehmen wollen etwas KI-unfiltriertes zu lesen und die sich davon inspirieren lassen wollen was einen Mitmenschen wirklich bewegt und was er in einer intensiven und schwierigen Phase seines Lebens erlebt und was er aus der Tiefe seines Seins dabei mitzuteilen hat, schenkt mir Sinn.

    Dieser Blog gewinnt immer mehr an Bedeutung. Er entwickelt sich für mich zu so etwas wie einer persönlichen Zeitachse samt Reflexionsfeld der inneren und äußeren Wandlung.

    Geschrieben ist – in der Regel – noch lange nicht veröffentlicht.

    Ohne die Unterstützung meines Sohnes, der mir die Plattform und das technische Drumherum schuf und mir seine Zeit, Geduld und Ermutigung schenkte, hätte ich das mit dem Blog in meinem aktuellen Zustand höchstwahrscheinlich nicht hinbekommen.

    Die Unterstützung meines Partners, der mich in Momenten des Zweifels und der körperlichen Rückschläge immer wieder bestärkte und mir zu verstehen gab, dass das, was ich schreibe, wichtig ist hat mir sehr dabei geholfen mich auch in schweren Momenten immer wieder zu zentrieren und neu auszurichten.

    Für meinen noch schmerzenden, an manchen Stellen unbeweglichen Körper ist so vieles was für andere Menschen „normal“ ist immer noch eine sehr große Herausforderung. Geduld, Langsamkeit und viele Pausen sind etwas, das ich seit 2 Jahren in meinem Alltag kultivieren darf.

    Was macht mich glauben, dass ich erneut fit und stabil werde?

    In allererster Linie ist es mein wieder erwachter starker Wille, den ich fühle. Die tiefe innere Entscheidung, in mein aktives Lebensgefühl zurückfinden zu wollen. Auch wenn es sich manchmal fast wie ein Widerspruch zur Geduld und Langsamkeit die ich parallel üben darf anfühlt. Aber genau diesen Spannungsbogen auf natürliche Art und Weise surfen zu lernen, ist für Menschen mit chronischen Schmerzen und strapaziertem Nervensystem immens wichtig.

    Muskulär betrachtet, geht es darum wieder mehr Flexibilität zu erlangen und das eigene konzentrisch-exzentrische Spektrum der Muskeln, Faszien und des Bindegewebes bewusst wahrzunehmen und Schritt für Schritt in seine natürliche Funktionalität zurückzuführen.

    So wie mein Geist zwischen poetischer Aktivität und weltlich-sinnvollen Wortgeflechten tanzt, meine Seele zwischen der materiellen Endlichkeit und der Ewigkeit ihre Wirksamkeit erfährt, gilt es für meinen Körper seine Resilienz zwischen Regeneration und Aktivierung neu zu gestalten.

    Ich befinde mich nun seit fast zwei Monaten in einem Regenerationsprozess. Das bedeutet für mich sehr viel bewusste Ruhe- und Fühlräume zu betreten. Die Körperwahrnehmung vor allem auch außerhalb des dysregulierten Zustandes zu schärfen. Nicht pushen und keine forcierten Dehnungen und Massagen machen, damit es vermeintlich schneller geht, damit ich schnell wieder fit werde, anstreben. Denn ein sich bereits am Limit seiner Resilienz befindlicher Körper wird durch Dehnung des Gewebes zusätzlich gestresst. Massagen sind oftmals zu viel und jeder Therapeut hat nicht immer ein Händchen einen sensiblen Körper abzuholen. Deshalb habe ich nach vielen Versuchen und schwierigen Erfahrungen, die mich teilweise für Wochen und Monate ausgenockt haben, aufgehört zu viel Verschiedenes zu nah aneinander ausprobieren zu wollen.

    Ich konzentriere mich im Augenblick auf wenige somatische Übungen. Auf essentiellen körperlichen Strukturaufbau meiner biomechanischen ins Ungleichgewicht geratenen Basis. Ich konzentriere mich auf meinen Atem und vor allem auf meine Atempausen. Auf gesunde natürliche Ernährung. Natur. Auf Klarheit in meinem Geist. Auf Präzision in meiner Sprache. Ihre Semantik und Ehrlichkeit.

    Zusammengenommen ist auch das schon viel und klappt nicht immer gleich gut. Ich bin oftmals frustriert, wenn Rücken und Nacken wieder schmerzen, wenn der Schwindel wiederkommt und ich doch noch nicht kann was ich mir vorgenommen habe. Es ist oftmals ein Tanz am Grat ‘ Wie viel ist zu viel und wie viel zu wenig? ’. Das gilt es immer wieder neu auszuloten.

    Ich spüre dabei leider immer noch mehr ‘ TraumAkörper ’ als Traumkörper und weiß, dass ich erst dann über gewisse Berge drüber bin wenn ich fühlbare Stabilität auch in kritischen Situationen wieder ‘ Mein ’ nennen kann. Doch noch bin ich nicht ganz dort.

    Ich bin noch zart und zerbrechlich und es fällt mir nicht immer leicht dies anzunehmen.

    Deshalb darf ich tief fühlen, beobachten und mich in Geduld üben. Nicht aufgeben und an jedem einzelnen Tag, egal wie er sich mir präsentiert, meinen Willen für ein aktives körperlich fittes Leben ins Feld rufen und weiterhin meine Freiheit und Beweglichkeit als meine Priorität deklarieren.

    Ich glaube daran, dass ich das schaffen werde, dass ich wieder fit, aktiv und schmerzfrei sein werde.

    Die persönliche Einstellung, der innere Dialog in Bezug auf meinen Körper waren noch nie so wichtig und essentiell.

    Vital und flexibel sein ist mein natürlicher Zustand.

    Das ist mein inneres Mantra, die Frequenz, die ich täglich nähren lerne.

    Vielleicht ist dieses Mantra auch für dich etwas, das dir Kraft gibt und deine Zellen anregt, sich zu erinnern, dass sie frei von Anhaftung ans Leid sein dürfen.

    Mir hilft es jedenfalls sehr, in noch schwierigen Phasen nicht zu verzweifeln und mein Energiefeld immer wieder ins Lebendige und Lebensbejahende zu shiften.

    … und wie es mit meinem Weg ins aktive Sein im Detail weitergeht und wie viel ich diesen schönen Sommer an Bewegung zurückgewinnen darf und wie ich all das konkret im Alltag übe, liest Du im nächsten Blog-Beitrag

  • #4 ‘ Schmerzen kommen und gehen – magischer Knochensaft, wo bist du? ’

    #4 ‘ Schmerzen kommen und gehen – magischer Knochensaft, wo bist du? ’

    Einen ganzen Monat dauert meine Regenerationsphase (wenig bis kein Training) nun schon an und die Sacrum/LWS Schmerzen sind immer noch nicht komplett abgeklungen. Eigentlich bin ich ja hauptsächlich wegen meiner Nackenprobleme und ME/CFS Diagnose im Programm und nun kommt einfach unverschämter Weise noch etwas hinzu was vorher nicht da gewesen ist.

    Zugegeben das ist aufs Erste zutiefst frustrierend. Schmerzen sind zermürbend, aber vielleicht geht es ja dadrum, dass etwas Altes in mir schlicht und ergreifend zermürbt ist wenn es sich jetzt derart bemerkbar macht. Da klingelt etwas in mir und dem gehe ich nach….

    Dazu in diesem Beitrag erstmal ein paar Worte über Knochentorsion und den magischen Knochensaft…

    Was wäre wenn unsere Knochen sehr viel wichtiger wären als dass sie nur unser Skelett sind?! Und was wenn Knochen weniger starr und viel durchlässiger wären als die Meisten annehmen?!

    Magischer Knochensaft wurde so glorreich getauft weil er direkten Einfluss auf unsere Zellen, auf unsere Kraftwerke (die Mitochondrien und unsere DNA), hat. Der ‚Originalen Therapie‘ Sage nach wird umso mehr ‚magischer‘ Knochensaft in unseren Knochen produziert umso organischer und präziser sich unser Bewegungsdruck auf die an der Bewegung beteiligten Knochen verteilt. Ein Mensch der von Geburt an lernt seine Knochen und Muskeln organisch und artgerecht an zusteuern produziert guten Saft, dieser versorgt seine Zellen gut und macht sie stark. Sein Nervensystem wird dadurch geschmeidig und resistent gehalten. Natürlich spielen frische Luft, gesundes Essen, sauberes Wasser, ein liebevolles Umfeld usw. ebenfalls ihre wichtigen Rollen dabei … Die Seele und der innere Spirit sowieso…

    Doch jetzt erst einmal zurück zu Etwas das wir bestenfalls täglich am Start haben; unsere Fortbewegung!

    Organische Fortbewegung rockt!

    Wenn wir uns nicht organisch und artgerecht zu bewegen gelernt haben und zusätzlich z.B. Unfälle und Traumata eingesammelt haben dann ist unser Bewegungsapparat Fehlbelastungen und Kompensationen (Fehlspannungen) ausgesetzt. Der magische Knochensaft wird nicht mehr ausreichend produziert und eine degenerative Kettenreaktion auf Zellen, Nerven, Muskeln usw. nimmt ihren Lauf.
    Aufs Einfachste herunter gebrochen kalzifizieren unsere Muskeln und Faszien, unser Bindegewebe trocknet langsam aus. Die Zellen melden Alarm und unser Nervensystem (will uns schützen) und schickt Schutzspannungen und Schmerzen.

    Wenn unser Nervensystem einmal ordentlich angegriffen ist und sensibilisiert ist dann gerät unser Hormonhaushalt, unsere Verdauung und so Einiges mehr in uns in Dysbalance. Unser Schmerzkörper wird dauerhaft aktiviert.

    Der Weg den ich nun gehe ist ein Versuch meinen Bewegungsapparat wieder möglichst in seine artgerechte Funktionalität zu bringen.

    Es ist ist vor Allem erstmal ein körperlicher Weg.

    Ich habe meinem Körper in den letzten Monaten ein paar seiner alten Kompensationsmuster vor Augen geführt und ihm Neue Wege gezeigt. Nun, er ist beleidigt. Die alten Kompensationen funktionieren nicht mehr so gut wenn er versucht seine alten Muster wieder herzustellen. Die neuen Bewegungsabläufe und Strukturpositionierungen sind aber auch noch nicht gefestigt.

    Tja, willkommen in der Zwischenphase, einem Ort mit dem ich bis sich meine neue Struktur organischer festigt und zu bewegen weiss sicherlich noch des Öfteren Bekanntschaft machen werde.

    Denn selbst wenn ich tagsüber immer wieder achtsam bin mit meinen Haltungen und Mustern und immer besser weiss an welchen Stellen ich ansetzten darf, bringt die Nacht und der Schlaf oftmals das ‚Alte‘ Schema wieder ins Spiel und fordert mich heraus.

    Natürlich Mensch!

    Menschen die eine organische Haltung und eine gute Stuktur haben beneide ich inzwischen. Denn ich weiss jetzt, dass ich schon sehr lange Hypermobiltät und Schutzspannungen in meiner Körperstruktur mit mir trage. Schon seit meiner Kindheit.

    Wir Menschen sind von Haus aus sehr komplexe natürliche Wesen, doch heutzutage leben wir leider immer weniger artgerecht. Wir haben unnatürliches Licht um uns herum und damit einen unnatürlichen Schlafrhythmus. Wir essen zigfach aufbereitetes denaturiertes Essen. Wir sind zu viel Drinnen und zu wenig in der Natur. Wir starren einen großen Teil unseres Tages auf irgendwelche Bildschirme und sehen viel zu viel. Reizüberflutung auf allen Ebenen hat seinen Preis. Während ein Körper mit guter Struktur damit besser umgehen kann, ist dies für einen Körper der im Kompensationsmodus fest steckt und dessen Nervensystem sich ohnehin in dauerhafter Belastung befindet eine große Herausforderung.

    Ich darf mich gedulden und meinen Körper gerade dort abholen lernen wo er steht. Ihn nicht überfordern und ihm dennoch die Hand reichen und ihm neue Wege zeigen.
    Für mich spüre ich trotz ME/CFS Diagnose sehr deutlich, dass Bewegung sein muss damit ich wieder in Aktivierung komme, damit mein System eine Chance hat sich zu re-kallibirieren.

    Und ich darf mich wundern, dass unsere Knochen (das Letze was in der Regel von uns übrig bleibt wenn wir vergehen) so wichtig und so besonders sind.

    Ich wundere mich manchmal über mich selbst und wie wenig ich mich mit diesen Dingen in meinem bisherigen Leben auf biomechanischer Ebene auseinander gesetzt habe.

    Aber besser jetzt als nie.

    und wie ich es trotz all meiner aktuellen Gebrechlichkeit geschafft habe diesen Blog auf die Beine zu stellen, warum isolierte Massagen, Dehnungen und Nervenregulation uns nicht wirklich ans Ziel bringen und woher ich mir meine Zuversicht nehme, dass ich wieder schmerzfrei und natürlich beweglich sein werde… davon mehr im kommenden Blog-Beitrag

  • #3 ‘ Stehen und Krabbeln lernen – in meinem Alter!? ’

    #3 ‘ Stehen und Krabbeln lernen – in meinem Alter!? ’

    Wer sich diese Körpertherapie als ein Zuckerschlecken vorstellt, der wird maßlos enttäuscht sein.

    Nach 6 Wochen im Übungsraum bin ich große Mini-Schritte weiter.

    Die Übungen sind minimalistisch, aber sehr genau und modular aufgebaut und führen Eines im Sinn: mir meine Schwachstellen aufzuzeigen und kompensatorische Muster aufzudecken um daraufhin meinem Körper wieder neue gesündere Wege aufzuzeigen und diese dann zu festigen.

    Das tut auch weh. Körperlich und seelisch.

    Krabbeln muss sein.

    Wusstest du, dass Krabbeln immens wichtig ist für die Anlage gesunder Knochenausrichtung und Muskelansprache?

    Meine Tante, die in meinem Krabbelalter zugegen war, antwortete auf die Frage, ob ich denn gekrabbelt sei? :

    ‘Ach wo, mit dem Dreck und den Tieren auf dem Dorf haben wir dich bald in so eine Laufhose gesteckt und du bist ohne Krabbeln gleich losgelaufen, da warst du nichtmal ein Jahr alt…’

    Natürlich bringt das auch tiefe seelische Verletzungen meines inneren Kindes – welches im zarten Alter von ein paar Monaten bei den Großeltern und der besagten minderjährigen Tante abgestellt worden ist – ins Fühlfeld und zum Vorschein.

    Für so viele Themen in unserem Leben können wir nichts. Wir hatten oft keinerlei Einfluss auf sie. Und doch laufen so viele von uns herum und schämen sich fast schon für ihre mangelhafte Gesundheit. Fühlen sich als Versager weil sie gesundheitliche Defizite haben.

    Nicht immer können wir Dinge auf körperlicher Ebene schnell beheben. Auch nicht auf schamanischen Wegen. Die Seele hat ihre eigene Zeit- und Raumgebung und diese ist nicht immer mit dem Körperlichen kongruent.

    Es braucht Geduld und Selbstbewusstsein. Entspannung und Determination. Mut und Mitgefühl. Vertrauen und Vorsicht.

    Faszien- und Triggerpunkt-Arbeit löst immer wieder unerwartete Gefühle und körperliche Symptome wie Zittern aus, die ich nicht immer Erlebnissen aus der Vergangenheit zuordnen kann. Es ist ok, das muss ich auch nicht unbedingt. Wichtig ist, dass sich Verkalkungen und Verspannungen lösen dürfen, und der Körper das noch gespeicherte Trauma loslassen kann.

    Diese Körpertherapie ist definitiv nichts für Menschen, die sich nicht mit sich Selbst auseinandersetzen wollen.

    Von Vorteil für mich ist, dass ich solche tiefen Prozesse von meinem schamanischen Pfad gewohnt bin.

    Ein neues Zwiebelrezept.

    Die letzten Wochen waren ein zum Teil schmerzhaftes Zwiebel schälen. Schicht um Schicht kam etwas Neues zum Vorschein. Mein Becken kippt in die falsche Richtung und der Rumpf stapelt sich kompensatorisch, was starke Auswirkungen auf meinen Nacken hat. Das Angehen der Auflösung der Kompensation macht aktuell gerade meiner Lendenwirbelsäule und meinem Kreuzbein zu schaffen.

    Seit 2 Tagen liege ich flach und gebe meinem Körper erstmal Ruhe zur Integration. Dies ist die erste längere Übungspause nach 6 Wochen.

    Ich bin stolz auf mich denn ich habe bisher meistens gut auf meinen Körper geachtet.

    Nur manchmal wenn ich verspielt bin, was ich gerne bin wenn es mir besser geht, dann werde ich ungeduldig und möchte meine neu dazu gewonnene Beweglichkeit sofort umsetzen und gefühlt nachholen was ich die letzten Jahre verpasst habe.

    Das funktioniert natürlich nicht so ohne Weiteres, und ich falle in Rückschlagsphasen und habe dann das Gefühl nicht gut voranzukommen.

    Glücksmomente pflücken.

    Doch glücklicherweise zählt mir dann mein Mann gerne Dinge auf wie:

    • Du kannst doch endlich wieder auch auf dem Rücken liegen und schlafen
    • Du bist neulich wieder kilometerweit gelaufen
    • Du hast mehrere Tage nacheinander gekocht
    • Du bist wieder mal alleine Einkaufen gefahren
    • Dein Schwindel ist viel besser
    • Du hast ein paar Kapitel in deinem Buch geschrieben
    • Du konntest wieder ein paar Instagram-Posts machen

    Ok. Er hat völlig recht. Ich vergesse gerne wie schlimm es mir zuvor ging sobald es mir wieder etwas besser geht.

    Ich deute das positiv. Ich blicke wieder optimistischer in die Zukunft & das ist ein großes Geschenk!

    Ich lerne gerade sehr viel Neues auf körperlicher Ebene, und freue mich darauf demnächst auch über so interessante Dinge wie die Auswirkung von Knochentorsion aufs Nervensystem oder Plantarfaszien-Kalzifikation zu schreiben.

    und wie es von hier aus weiter geht, und wie lange meine LWS für diese Regeneration brauchen wird, erfährst du im kommenden Blog-Beitrag

  • #2 ‘ Eine verrückte Idee – das Vernünftigste auf der Welt! ’

    #2 ‘ Eine verrückte Idee – das Vernünftigste auf der Welt! ’

    Die Tränen meiner letzten 2 Jahre könnten tausende Gallonen füllen. Alle Menschen die mich kennen, erkannten mich nicht mehr – ich selbst wurde mir langsam genauso fremd.

    In den Momenten meiner tiefsten Verzweiflung wollte ich nicht mehr leben. Ich kannte dieses Gefühl nicht, es war neu und befremdlich, ja sogar bedrohlich.

    Meine eigenen Schamanischen Reisen und Schamanischen Medizinen waren von Anfang an immer wieder aktiv am Start auf meinem Heilungsweg und halfen mir meinen Anker im Leben nicht ganz zu verlieren. Ich machte mehrere intensive Ahnenheilungs-Zeremonien mit einer befreundeten Schamanin, doch nach und nach wurde energetisch intensives Schamanisches Wirken in meinem körperlich immer schwächeren Zustand zunehmend schwieriger.

    Ich hatte zuweilen sogar das Gefühl, dass irgendeine Energie versucht zu verhindern, dass ich mich mit meinem Kraft- und Schutzfeld verbinde.

    Ich träumte viel – vor Allem von meinen Eltern.

    Meine Familie und meine nächsten Freunde waren ebenso ratlos wie ich selbst.

    Viel Hilfe, die nicht hilft.

    Krankenhausaufenthalte, unzählige Besuche bei Ärzten, MRTs der HWS brachten Diagnosen mit wenig Erleichterung. Craniozervikale Instabilität, HWS-Syndrom, HWS-Unkarthrose … & schließlich PostCovid und ME/CFS …

    Persönliche zusätzliche therapeutische Versuche brachten mich zu Heilpraktik, Ostheopathie, TCM-Akupunktur, Kinesiologie, Craniosacraltherapie. Eine Freundin nahm mich mit zu ihrer Psychologischen Beraterin. Viele Euros rollten davon und ich war gefühlt keinen Schritt weiter.

    Ich verlor 3.000 € Euro bei einer Investition in ein 3-monatiges vielversprechendes Online Coaching und Training welches ich nach 4 Wochen abbrechen musste weil es mir inzwischen noch schlechter ging als davor.

    Inzwischen fühlten sich all meine Heilversuche tatsächlich an wie Sackgassen.

    Meine letzten Rubel rollten davon und ich als selbstständige Medizinfrau ebenso.

    Ich war inzwischen rat- und mutlos. Ich konnte mich gefühlt nur mehr ergeben und gedulden.

    Der Horizont wird heller.

    Anfang November 2025 tauchte dann nach 2 Jahren unerwartet ein neuer Lichtblick auf meinem verdüsterten Horizont auf.

    Ich stieß beinahe beiläufig auf ein Video von einem jungen Mann der mich verblüffte und der vom goldenen Dreieck, Biomechanischer UrKörperaufrichtung, Darmsanierung mit UrNahrung und Nervensystem-Reset in einem bisher beispiellosen logischen Zusammenhang sprach. Genetik, Trauma, Gedankenhygiene – alles inkludiert in seiner Sichtweise, die er mit gestochener Klarheit verbreitete.

    Ich hörte ungewöhnlich viele Urs….UrNatur, UrKörper, UrSprung.

    Die vielen Urs machten die Medizinfrau in mir wieder wach!

    Es klingelte irgendwo ganz innen drin bei mir und dann rastete ein Hoffnungsschimmer ein, irgendwo zwischen Herz und Seele. Ein urschönes Gefühl was ist seit langem vermisste.

    Ich trat seine kostenlose 21-tägige Körpertherapie testweise an.

    Nach 10 Tagen Körperarbeit mit seiner Methode ging es mir deutlich besser.

    Das erste Mal nach langer Zeit bekam ich wieder einen Schimmer davon wie sich ein gesunder Körper bewegen und anfühlen könnte.

    Meine Seele flüsterte: Ja, ja !!! Ich will gerne wieder in so einem gesunden aufgerichteten Körper wohnen !!!

    Seine Methode braucht Zeit, sagt er, weil Alles was jahrzehntelang im Körper in Schieflage geraten ist, von Grund auf wieder neu auszurichten wäre. Die Traumata müssen aus den Faszien raus. Mein Körper hatte Kompensationen eingenommen, die ihm Kraft kosteten. Ansammlungen von Unfällen: vom Achillessehnen Riss, Hüftverschiebung bis zum Schleudertrauma, alle sind beteiligt + Seelische Belastungen + genetische Programmierungen + erfahrenes Trauma + durchlebte Krankheiten … klingt äußerst logisch!

    Dass nach der Begleitung und dem Tod meiner Eltern mein verschiedenster Erfahrungen gezeichnetes körperliches Erdschiff deutlich erschöpft war, und nach einem Covid-Infekt meine Segel dann endgültig zerrissen waren, wundert mich im Nachhinein nicht wirklich.

    Der besagte KörperReset im einjährigen Therapieprogramm hatte seinen Preis. Einen Preis der nicht auf meinem Konto lag.

    Ich merkte, dass ich wirklich bereit war mich langfristig auf diese Art körperlicher Arbeit einzulassen. Ich wollte meinem Körper so gerne diese Chance geben.

    Das JA war da. Nur das WIE fehlte noch!

    Träume müssen sein.

    Ich träumte wieder davon tanzend über die Wiesen zu laufen und Muscheln sammelnd stundenlang den Kopf in den Kies zu stecken. Ich träume davon mein Buch fertig zu schreiben. Neue Workshops zu starten und wieder mit Menschen zu arbeiten und meine schamanische Arbeit fortzusetzen.
    Mit meiner Familie und Freunden lachend am Lagerfeuer zu sitzen. Zu reisen.

    Ich weiß nicht mehr genau wie es in meinem Kopf zustande kam, aber die verrückte Idee eine GoFundMe-Kampagne zu starten wurde geboren.

    Es musste alles sehr schnell gehen, denn der Programmstart war bereits Anfang Januar 2026!

    Ich hatte keine Zeit großartig darüber nachzudenken. Mutig war ich dennoch allemal, denn es ist mir nicht leicht gefallen meinen Bekannten und Followern gegenüber meine momentane Situation im Detail Preis zu geben und um Unterstützung zu fragen.

    (Tatsächlich fällt mit auch die Veröffentlichung dieses Blogs direkt auf meiner Website nicht super leicht. Doch auch das gehört gerade mit auf meinen Weg.)

    Freunde und Familie halfen mir meine ‘Zurück ins Leben’ Kampagne aufzusetzen und das Wunder geschah!

    Innerhalb von zwei Wochen hatte ich das Geld zusammen!

    Und genau das war die vernünftigste verrückte Idee, die ich seit meinem gesundheitlichen Crash hatte.

    So viele wundervolle Menschen haben sich an der Kampagne beteiligt und mir diesen Weg ermöglicht!

    Dankbarkeit ist ein viel zu kleines Wort für das was ich für meinen Mut und für die Menschen, die dieses Wunder ermöglicht haben, empfinde.

    … über meinen Start und die erste Zeit in meinem 1-jährigen KörperReset schreibe ich im kommenden Blog-Beitrag

  • #1 ‘ „Krankheit“ beginnt lange bevor sie beginnt! ’

    #1 ‘ „Krankheit“ beginnt lange bevor sie beginnt! ’

    Ich möchte mich ganz gewiss nicht in einer „Krankheit“ einnisten. Egal wie lange sie gereift ist. Egal welchen Namen sie bekommen hat. Ich will ihr aber da sie schon mal da ist, die Ehre erweisen sie aus der Nähe kennen zu lernen, und das was sie mir bringt erkennen. Sie ist nicht böse und vielleicht nichtmal willkürlich. Sie muss mir etwas mitgebracht haben was ich brauchte. Auch wenn ich glaube dass ich es nicht bestellt habe.

    Wie die alten Schamanen so schön sagten: Welches Geschenk bringt dir deine Krankheit wirklich ?

    Geschenke gilt es zu entpacken.

    Das ist nicht so einfach, denn dieses Geschenk hier ängstigt. Es ist anhänglich und 24 Std. aktiv darin mich inaktiv zu machen.
    Es verstecken oder versuchen es loszuwerden um dennoch wieder darüber zu stolpern funktioniert nicht.
    Es ignorieren und nur ganz heimlich wieder mal kurz hinsehen wäre vielleicht mal erholsam doch ist es viel zu laut um es zu übersehen.

    Es muss tiefere und weitere Wurzeln haben auch wenn es erst am 18. März 2024 mit einem schmerzhaften Blitz in meinem Hinterkopf zu beginnen scheint.

    Dieses „Ungetüm“ an Geschenk sitzt mir seitdem mal mehr mal weniger im Nacken, in den Knochen, im Magen, im Herz und im Nervensystem. Es zwingt mich in die Knie, entfacht Schmerztiraden, Kreislaufeskapaden und Magenprobleme. Lässt mich nicht schlafen, nicht arbeiten, nicht lachen.

    Alle heilenden Hände die meinen Körper berühren rätseln. Mein Körper, er verhält sich sperrig, eingefroren und auf jeden auch nur kleinen Hauch von Berührung reagiert er als wären Armeen von trampelnden wilden Tieren seiner habhaft geworden. Alles, selbst Essen und aufs Klo gehen erschöpfen.

    Der Schlafmangel, die Erschöpfung, die Herzrhythmusstörungen, die Übelkeit, die Schmerzen, der Schwindel bei jeder Bewegung schwächen mich von Tag zu Tag. Die Kilos purzeln, die Hoffnung schwindet. Und mein Bett ist ein Schiffsgefängnis unter Deck auf bewegter See und sich drehenden Winden ohne Sonnenschein.

    Zwischen Hoffnung und Trauer, Mut und Verzweiflung trieb dieses Schiff nun beinahe 2 Jahre auf offener See.

    Der Anfang der ein Ende war.

    Meine Mutter starb Ende 2023, dann 3 Wochen später mein Vater. Sie gaben sich die Hand. Und ich blieb nun endgültig mit leeren Händen hier, mein kleines Mädchen Herz am verbluten. Alte aufgerissene Wunden des im Alter von ein paar Monaten verlassenen Kindes nahmen sich nun Zeit und Raum um sich in all ihrer Wucht zu offenbaren.

    Covid besuchte daraufhin mein verlassenes verletztes wehrloses Kind und saugte zusätzlich ordentlich an meiner noch vorhandenen verletzten Kraft.

    Uralte Ahnenpfade zerschellten in meinen Zellen und erzählten von Leid, Verzweiflung und Ohnmacht. Von Frauen, die sich aufopferten, sich selbst vergaßen. Ich mitten drin.

    Meine eigene Geschichte, Wut und Trauer explodierte in meinen Muskeln. Nervenfeuerwerke hielten mich selbst in meinen Träumen wach.

    Mein Körper hat wohl war viel erlebt und gehalten. Unfälle, Trauma, Trennung, Geburt. Auch fremde Geschichten aus Reisen zur Medizin für die vielen Menschen auf meinem Weg.
    Meine Seele die aber ist frei, selbst jetzt wo ihr Körperzuhause scheinbar bröckelt. Das Bröckeln selbst tut weh.

    Es ist ein Reifeprozess.

    Erkenntnisse stellen sich immer wieder ein, manchmal auch sehr langsam. Das Annehmen ist ein wichtiger Akt dabei.

    Mich so annehmen. Die starke Medizinfrau darf auch schwach sein. Darf ihre verwundbare Tiefe verkörpern. Ihre Körperin neu erleben und erkunden.

    Ihre weibliche Würde ungeschminkt der Welt zeigen.

    Auf diesem Weg liegen wunderbare Begegnungen, Unterstützung, Gebete. Meine Menschen um mich sind sehr stark.
    Ich weiß ich bin es auch. Selbst jetzt wo ich es kaum mehr fühlen kann.

    Gemeinsam mit meinem verwundeten Körper, dessen Zellen ursprüngliches Licht ersehnen, schreite ich mutig voran.

    … wie es weiter ging und geht, liest Du im nächsten Blog-Beitrag