Ich hatte mich so sehr auf den Sommer und das Meer gefreut. Heute ist Sommersonnenwende, früh morgens. Die Nacht war warm, die Mücke nervte, ich schlief aber trotzdem. Sehr gut!
Meine Nächte sind bisher ein russisches Roulette. Es kann alles passieren. Von schlaflos, alptraumhaft, schmerzverzehrt bis total ausgenockt. Auch erholsam ist manchmal dabei. Wie heute Nacht. Trotz widriger Umstände habe ich gut geschlafen. Bin nur einmal aufgewacht und habe mir einen Quarkumschlag in den Nacken gelegt. Der tat gut, beruhigte die Entzündung, dann schlief ich weiter bis 9h. Und das ist top! So startete mein Tag schon richtig fein.
Meine Morgenroutine beinhaltet Trockenbürsten zur Anregung des Lymphflusses, Wechselduschen bis zum Hintern hoch. Im Augenblick ein paar biomechanische Übungen zum Aktivieren meines Gluteus, meines Cores und Rumpfes und ein paar Aktivierungsübungen für den Latissimus. Noch im Bett liegend bearbeite ich intuitiv ein paar Triggerpunkte, die ich spontan wähle; oft ist das am Trapezius, wenn der Kopf schmerzt auch mal die Occipitalmuskulatur, gerne sind auch mal der Gluteus und der Pectoralis morgens am Start.
Fachbegriffe dürfen ausnahmsweise auch mal sein.
Ich muss gerade über mich lachen, denn ich werfe ganz offensichtlich inzwischen mit Anatomie-Fachbegriffen um mich. Das bringt wohl die biomechanische Auseinandersetzung mit meinem Körper so mit sich. Es macht mir, neben der Anstrengung, den Rückschlägen und den immer wieder auftretenden Veränderungsverschlimmerungsreaktionen meines Körpers sehr viel Spaß, meinen Körperaufbau und seine Funktionalität besser kennen zu lernen. Zu verstehen und zu fühlen, wie ich mich im Alltag besser ausrichten und natürlicher und artgerechter bewegen kann, ist ein absoluter Gamechanger für mich. Ich kann das jedem Anatomie-Laien wie mir nur wärmstens empfehlen und stelle daher etwas provokativ die Frage in den Raum:
Kennst Du deinen Körper so gut wie deine Gedanken?
Ich jedenfalls kenne meine Gedanken mehr als gut. Bin Königin der Psychoanalyse, des Seelenlesens und der tiefgründigen Aspekte meiner Gedankenspiralen.
Mein Körper jedoch, der sollte oftmals einfach nur gut funktionieren. Und nun, da er gewissermaßen streikt, darf ich ihm sehr exklusiv meine Zeit widmen.
Für mich ist Bewegung am Morgen elementar, denn ich neige, vor allem seit es mir so schlecht ging und ich bettlägerig war, zu niedrigem Blutdruck; und wenn es warm ist wie momentan hier in Kroatien, dann ist es doppelt so anstrengend für mich. Ich brauche diese Zeit der Körperaktivierung am Morgen, sonst geht es mir einfach gar nicht gut und ich muss mich regelrecht durch den Tag schleppen.
Ich bevorzuge ein warmes Frühstück, heute war es ein Haferbrei mit Blaubeeren. Esse aber auch gerne mal ein weich gekochtes Ei. Brot esse ich im Augenblick nicht. Als Ersatz stattdessen tun es für mich auch ein paar glutenfreie Kräcker. Grüner Tee ist mein Kaffeersatz und täglicher Begleiter.
Dann noch die Supplemente: momentan Magnesium, Vitamin C, D3 am Morgen. Da ich im Augenblick ganz sanfte Ausleitung betreibe noch ein Schluck Sonnenmoor mit einigem Abstand dazu. Zwischen den Mahlzeiten gibt es L-Glutamin, zum Mittagessen ein Darm-in-Form Präparat extra für die Darmschleimhaut, Omega-3 und Vitamin E. Nachmittags wieder ein Schluck Sonnenmoor. Zwischendrin trinke ich gerne mal Yagcho Neuro, das ist ein Pulver mit Kakao, Reishi, Hericium, Ashwagandha, Ginkgo… Abends wieder Magnesium und noch K2. Allerdings gibt es bei mir D3 und K2 nicht täglich, da ich eine höhere Dosierung nehme. Auch Magnesium lasse ich vor allem abends immer wieder mal weg wegen des niedrigen Blutdrucks. Da sollte Jede/r für sich schauen wo er damit steht.
Hilfe aus dem Wald – Rot/Weiß
Was für meine Nackennerven immer wieder der größte Retter in der Not ist, ist meine selbstangesetzte Fliegenpilztinktur. Ein paar Tropfen in den Nacken reiben und die Nerven beruhigen sich sehr schnell. Das ist sehr erleichternd und unterstützend für das Nervensystem. Ich persönlich muss das wohl dosieren und nächtens kann ich das z.B. nicht so gut verwenden, da sonst mein Blutdruck sinkt (was für die meisten Menschen ok ist, aber für mich halt eher unangenehm, da er ohnehin niedrig ist). Da kommt dann in der Nacht stattdessen bevorzugt der besagte Quarkwickel zum Einsatz!
Toll ist auch das Immortellemazerat zum Einreiben. Es beruhigt das Gemüt und auch die Nackenregion, und ich habe das Gefühl es bringt lichtvolle Energie ins Feld. Christoph, mein Partner, hat zuletzt wieder Immortelle (Strohblume) frisch am Meer gesammelt und ich habe sie nun mit Mandel und Jojobaöl angesetzt.
Abends pflege ich zudem eine Blaulichtfilterbrille zu tragen und zwei Stunden vor dem Schlafen gehen nicht mehr in Bildschirme zu schauen. Abendessen nach 19 Uhr vermeide ich ebenfalls.
All die Pflanzenmittel, Übungen und Supplemente sind nicht in Zement gemeißelt und keine Fachinformationen, denn ich variiere und probiere aus was für mich passt. Zu viel kann der Körper ohnehin nicht gut verwerten und ein/e Jede/r reagiert anders.
Bitte daher eigenverantwortlich mit diesen Infos umgehen!
Das Meer und ich.
Die letzten drei Tage war ich mit meinem Sohn am Meer in einem Apartment. Länger war finanziell gerade nicht drin. Mein kroatisches Zuhause ist zwar nur eine Dreiviertelstunde vom Meer entfernt und es ist früher kein Thema für mich gewesen an einem Tag ans Meer zu fahren, den Strandtag zu genießen und abends wieder zurück zu fahren … doch das geht im Augenblick ohne körperliche Nebenwirkungen leider noch nicht so gut.
Somit entschieden wir ein paar zusammenhängende Tage mit Übernachtung am Meer zu buchen. So, dass ich ohne die Fahrerei einfach mal ins Meer konnte und wenn es mir zu viel wurde in der Sonne ich wieder zum Apartment hoch laufen konnte. Die Rechnung ging weitestgehend auf. Ich habe dennoch die Kürze der Eingewöhnungszeit und die Hitze unterschätzt – so konnte ich nur früh morgens und kurz vor Sonnenuntergang für eine Stunde an den Strand. Doch immerhin durfte ich das salzige blaue Nass wieder ein paar Tage hintereinander an meiner Haut spüren. Welch Segen.
Das Meer vor der Tür zu haben und nicht wie gewohnt wild hinein tauchen zu können, sondern gefühlt wie ein alte Oma nur ein paar ruhige Runden in ihm zu schwimmen, erfüllte mich aber auch mit einer tiefen inneren Traurigkeit. Die Erinnerung an mein Wildes-Meer-Ich, an mein stundenlanges auf dem Rücken floaten, von den Steinen hinein springen und mich mit Spaß darin drehen und wenden fehlten mir schmerzhaft. Ich weinte meiner vergangenen Form nach.
Auch wenn ich weiß, dass ich im Jetzt lebe und Genesung oftmals nicht leichter wird indem ich mich an die Vergangenheit klammere, so darf ich sie doch beweinen. Das ist ein Teil meines Prozesses und ich lasse mir das auch von schlauen spirituellen Sprüchen nicht absprechen. Ich erlaube es mir meine Trauer und Emotionalität zu durchleben. Denn aus ihr heraus speist sich unter anderem auch mein Wille alles Erforderliche dafür zu unternehmen wieder fitter zu werden.
Mir entgingen aber trotz meiner Trauermomente die schönen Aspekte dieser Minireise nicht. Wir hatten einen wunderschönen Ausblick von der Terrasse aufs Meer. Das hat mich sehr genährt.
Neue Visionen entstehen.
Welch ein besonderes Geschenk diese Tage am Meer mit meinem Sohn zu verbringen. Tiefe Gespräche mit ihm zu führen, gemeinsam zu kochen und genügend Zeit zu haben uns über die offizielle Gründung seines nohoru Nonprofit-Frequenznetzwerks zu unterhalten bei dem ich nun als ‘ Schirmherrin ’ und Mitbegründerin mit im Boot bin.
Wir haben Großes vor.
Luca ist ein starker Visionär mit einem Weitblick, der seines Gleichen sucht und ich bin stolz, dass ich eingeladen bin, mitzugestalten. Das längst geplante ‘ Sound Healing Gathering ’ nimmt wieder an Fahrt auf und die Vorbereitungen, die auch aufgrund meiner Gesundheitsproblematik geruht haben, sind wieder im Gange. Bald wird es mehr Konkretes zu berichten geben.
Gemeinschaft, Natur und Frequenzen stehen im Fokus für die Neue Zeit – der von Vielen von uns, lang ersehnten Wende. Innerlich und Äußerlich. Es gilt die nächsten Schritte dafür zu setzen. Es gilt die kommenden Generationen zu stärken und ihnen Rückenwind zu geben und ihre Wurzeln tief wachsen zu lassen.
Leise erahnend wofür mein schwieriger Prozess der letzten Jahre auch noch gut gewesen sein soll, lasse ich immer wieder los was mich daran hindert offen und herzverbunden weiterzugehen.
Und ich frage mich nach diesen intensiven, visionsreichen Tagen am Meer:
Wie viele bereichernde Empfindungen können wir im Herzen verbundene Menschen in naher Zeit noch erfahrbar machen, und als einzelne Wesen und auch als Gemeinschaft an nährenden Räumen kreieren?
Wie viel mehr an Achtsamkeit und Natürlichkeit brauchen wir um gesund und kraftvoll mit Allem verbunden zu sein?
Wie sieht mein zukünftiger Beitrag dazu aus?
… und wie es damit für mich konkret weitergeht, wie es mit meiner aktuellen Genesung und meiner UrVerbindung zum Körper und der Erweiterung seiner Fähigkeiten als Sinnestor zu Geist und Seele zu agieren, weitergeht … liest Du im kommenden Blog-Beitrag …


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